Tu es jetzt!

von am

Diesen Blogpost möchte ich nutzen, darüber zu schreiben, warum wir das mit Bodynation probieren, obwohl wir in einen Markt eintreten, der schon so übersättigt ist, dass es eigentlich schwierig sein wird, zu überleben. Und trotzdem versuchen wir es, weil ich nicht sagen will, ich hätte es nicht versucht.

Und dieser Beitrag soll alle ermutigen, die im Herzen was haben, was sie gerne tun möchten, aber ihnen noch der Mut, für das letzte Stückchen Weg, fehlt, welches sie gehen müssen.

Ich bin auch fest davon überzeugt, dass diese Attitude auch viel damit zu tun hat, wie man aufwächst. Daher hole ich jetzt ein bisschen aus und fange ganz von vorne an (falls Dir das zu weit ist, dann überspring das nächste Kapitel und geh‘ direkt zu „mein Herz).

Die Erziehung

Ich glaube, ich hatte auch das Glück, die besten Eltern auf der Welt zu haben. Als Kind war meine Mama lange alleine mit meiner Schwester und mir. Zu meinem richtigen Vater habe ich schon seit mehr als zehn Jahren gar keinen Kontakt mehr. Ich möchte da nicht ins Detail eingehen, nicht weil es mir schwerfällt, darüber zu reden, sondern weil ich denke, dass nützt niemandem was. Was ich aber sagen kann; wir wissen wie es ist, mit sehr wenig Geld auskommen zu müssen. Wir hatten wirklich nicht viel Geld zur Verfügung aber waren reich, in dem was unsere Mama uns geschenkt hat. Sie war liebevoll, konsequent, ermutigte uns IMMER, das zu tun was uns glücklich macht. Auch wenn es etwas ist, was andere nicht nachvollziehen können. Denn selbst als wir als Kinder / Jugendliche mal unsicher waren und uns nicht traueten etwas zu tun, weil wir Angst hatten, was andere von uns denken könnten, war sie da und fragte:“Wer sind denn die anderen?“ oder „wer ist „man“?“. Und das finde ich rückblickend ziemlich stark, vor allem wenn man aus einer kleinen Gemeinde kommt, wo jeder jeden kennt.

Ein bisschen später kam dann mein heutiger (Stief-)Vater dazu. Er hat mich in den Werten befestigt, dass wir alle Menschen gleich behandeln sollen egal woher jemand kommt oder wer jemand ist. Das wir alles erreichen können, wenn wir nur hart für etwas arbeiten. Diese Grundwerte wurden uns immer eingetrichtert und dafür bin ich heute sehr dankbar. Auch er hat uns den Rücken gestärkt.

Und wie ihr seht, geht es nicht um die finanzielle Rückendeckung (die wäre manchmal bestimmt auch hilfreich gewesen haha!) aber es geht darum, dass sie da waren, uns ermutigten, dass zu tun was wir möchten, uns den Rücken stärkten und uns auch manchmal kritisch hinterfragten ohne zu urteilen.

Und ich glaube, dass hat mir den Boden gegeben, auf dem ich es geschafft habe, auf mein Herz zu hören, statt ausschliesslich auf meinen Kopf. Hätte ich nur auf meinen Kopf gehört, hätten wir Bodynation nie gegründet, den Grund dafür könnt ihr im ersten Abschnitt noch einmal lesen.

Mein Herz

So bin ich aufgewachsen. Und so bin ich durch Leben gegangen. Es hat nicht immer so funktioniert, und ich hatte auch Phasen wo ich mehr auf den Kopf hörte als auf mein Herz. Zum Beispiel beim Studium. Ich hab Betriebsökonomie studiert, weil „man“ das halt so macht. Da ignorierte ich die Frage „wer ist man?“, konsequent. Nun gut, rückblickend habe ich daraus gelernt und bereue es nicht. Nicht weil, ich es toll fand, aber es war eine gute Lernerfahrung, die ich gemacht habe. Heute würde ich mich anders entscheiden aber naja.

Kommen wir nun zurück, zu den Fragen, die meistens im Kopf herumschwirren, wenn man sich entscheiden muss. Und ich stehe hier, will Dich an die Hand nehmen und mit dir einfach „Let’s do it“ schreien.

Und ich zeige dir jetzt, wie ich die Fragen beantwortete, die auch mir im Kopf herumschwirrten, vor denen ich aber keine Angst habe:

  • Was wohl die anderen denken?
  • Was ist, wenn ich scheitere?
  • Was ist, wenn ich mein ganzes Geld verliere?
  • Was ist, wenn ich nichts mehr habe?

Und wenn Du diese Fragen im Kopf hast, dann flüstere ich Dir die folgende Frage ins Ohr:“ja… und?“

Aber jetzt mal Schritt für Schritt

Dazu sage ich; was andere denken könnten, weiss ich nie. Daher muss ich die Annahme treffen dass ich weiss, was sie denken „könnten“? Das ist mir zu anstrengend. Daher mein Rat an dich: vergiss die Frage, weil Du kannst sie nie beantworten.

Das ich scheitere? Das kann sehr gut der Fall sein aber dann nochmal: ja und? Für mich ist es schlimmer, zu wissen, dass ich etwas probieren will und es nicht tue weil ich Angst habe.

Das ich mein ganzes Geld verliere? Auf meinem Sparkonto sind momentan weniger als wahrscheinlich ein Lehrling aus dem 1. Lehrjahr hat. Das ist Fakt. Aber wenns dann Aus ist, dann wird’ es wieder eine Lösung geben. Oder nicht? Ich bin mir für keinen Job zu schade und würde fast alles tun, wenn es um Jobs geht. Selbst wenn es nicht im Ansatz das ist was ich studiert habe oder sonst Berufserfahrung gesammelt habe.

Daher sagt mein Herz mir schon lange, ich soll es mit Bodynation halt einfach probieren und sehen was daraus wird. Reich werden ist ja nicht mein Ziel, ich möchte den Leuten etwas Gutes tun, sie sollen Freude haben und wenn dabei etwas rausspringt, dann ist das schön. Und wenn es nicht reicht, dann haben wir es immerhin probiert und sind „gescheitert“ aber haben unfassbar viel gelernt.

Sterben tun wir sowieso

Ich weiss, dieser Satz ist ein bisschen provokativ, aber ich will ja auch, dass ihr weiterlest - schlussendlich ist es aber so: Wir leben nicht nur einmal – sondern wir sollten jeden Tag leben. Weil sterben tun wir nur einmal #micdrop (P.s. den Satz habe ich irgendwo gelesen und gemerkt. Der ist also nicht von mir - finde ihn nur grad passend).

Und das stimmt: Riskieren wir es, zu leben! Dinge zu tun, die uns wirklich wichtig sind, statt dem Flow zu folgen „weil es sich so gehört“! Irgendwann hast Du vielleicht nicht mehr so die Möglichkeit und dann wäre es doch schade, wenn du sagen müsstest: „oh hätte ichs doch probiert“.
Ich bin mir bewusst, dass nicht alle diese Attitude haben, anders geprägt worden sind oder sonstige Erfahrungen gemacht haben. Glaub mir, es lohnt sich. Und es lohnt sich Entscheidungen zu treffen. Und ich sag auch nicht du sollst von heute auf morgen alles umstellen. Aber fang mal mit etwas Kleinem an:

  • die Frisur, die Du immer wolltest
  • dich für den Job bewerben, den du immer wolltest
  • den Schwarm anzusprechen und die Karten offenlegen

Und du merkst, wie befreiend und herzerwärmend das ist. Und wenn es dann Schritt für Schritt weiter geht, Du dich auf etwas Fokussierst, deine Energie und Deine Leidenschaft reinsteckts, dann wirst Du sehen, dass schon nur der Weg zum Ziel unfassbar bereichernd und erfüllend ist.

…..In diesem Sinne: Jetzt tu es doch einfach!*

*ja jetzt!

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